Schüleraustausch mit der Stadt Krakau in Polen
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein, Schüleraustausch by Holger Isfort on 4. Oktober 2011 | No Comments
Erstmalig trafen sich die deutschen und polnischen Schüler der IGS Fürstenau und des Gimnazjum Nr. 16 der kulturträchtigen Königsstadt Krakau (Südpolen), um gemeinsam den Auftakt zum neu initiierten Schüleraustausch beider Schulen zu gestalten. Viele konnten den Besuch kaum noch erwarten, bestand doch bereits vor dem ersten Treffen reger Email-Kontakt zwischen den Schülern. Im Zeitraum vom 2. bis zum 12. September 2011 schließlich besuchten 29 Schüler in Begleitung von drei Lehrkräften Fürstenau, um nicht nur Land, Leute und regionale Sehenswürdigkeiten, sondern auch unsere Schule mit ihren vielfältigen Möglichkeiten kennen zu lernen und – besonders an den Wochenenden – in das Familienleben der deutschen Gastfamilien einzutauchen. Und eintauchen mussten die Schüler des 8. Jahrgangs sofort, da sie praktisch sofort nach ihrer Ankunft am Freitag auf die Familien verteilt und in ihr erstes „deutsches“ Wochenende entlassen wurden – für viele ein kleiner Kulturschock, der jedoch durch viele Ausflüge der Familien schnell überwunden wurde.


Die folgende Woche begann dann bei Bilderbuchwetter mit der Erkundung von Schule und Stadt sowie einer Draisinenfahrt von Bippen nach Fürstenau. Das weitere Programm der Begegnung wies neben Ausflügen nach Hamburg und Cuxhaven – wo die polnischen Schüler bei der obligatorischen Wattwanderung erstmalig erleben konnten, dass man in Deutschland auf dem Meeresgrund durchaus laufen kann – eine Besonderheit auf:
Abgesehen von zwei „Schnupperstunden“, um auch den deutschen Regelunterricht kennen zu lernen, arbeiteten deutsche und polnische Schüler den Rest der Woche gemeinsam in Projekten. Hierbei wurden in Workshops zu den Themen „Kunst“, „Zirkus“, „Tanz & Choreografie“ und „Musik“ Skulpturen, Tanzdarbietungen, verschiedene Musikstücke im Bereich Rock/Pop sowie ein komplettes Zirkusprogramm erstellt bzw. eingeübt und am Freitag in einer gelungenen Abschlussvorstellung im Forum der IGS der Schulgemeinschaft präsentiert. Die „Amtssprache“ der Workshops wechselte dabei schon mal übergangslos von deutsch über englisch hin zu polnisch, was angesichts der gelungenen Endergebnisse sichtlich gut funktionierte.
Direkt nach der Veranstaltung ging es mit Bus und Fahrgemeinschaften der Eltern zum Kanu-Kletter-Camp nach Lingen. Dort wurde der Tag nach einem Grillabend mit anschließendem Lagerfeuer samt Gitarrenmusik durch die Zeltübernachtung dann noch recht lang für Schüler und Lehrer…
Am Samstag standen bei bestem Wetter wahlweise eine Kanu-Tour auf der Ems, Bogenschießen im Camp oder ein Kletterworkshop auf dem Programm. Teils etwas durchnässt (das Boot muss doch umzukippen sein…) ging es am späten Nachmittag nach dem gemeinsamen Abbau der Zelte und Räumen des Lagerplatzes zurück in die Familien.
Am Montag dann – trotz vereinzelt aufgetretener alterstypischer Zickereien und Missstimmungen – ein beiderseitig bewegend tränenreicher Abschied von den Gästen, der den vollen Erfolg der Austauschfahrt unmissverständlich belegte und die Vorfreude auf die bevorstehende Fahrt nach Krakau im Mai 2012 weiter anfachte. Zum Trost: Bis dahin gibt es ja noch Email und Facebook…
Was das Leben zu bieten hat
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein, Berufsorientierung, Projekte by Simone Knocke on 7. Juli 2011 | No Comments
Projektwoche für IGS-Schüler
Menschen in Uniformen und Arbeitskleidung gab es in der letzten Woche auf den Fluren der IGS zu sehen. Personen mit Aktenkoffern und Laptops eroberten die Klassenräume. Die Projektwoche Berufsorientierung und Lebensplanung brachte Gäste in die Schule, die sich für die Zukunft der Schüler des 8. Jahrganges engagierten. Die Berufswahl steht für die Jugendlichen in naher Zukunft an. Da ist Information sehr wichtig.
Vertreter des öffentlichen Dienstes wie Bundeswehr oder Polizei, Fachleute aus dem IT-Bereich, aus sozialen Berufen, der Wirtschaft und dem Handwerk standen Rede und Antwort, um den jungen Leuten eine Orientierung auf Möglichkeiten in der Berufswelt zu geben. Das Formulieren von Bewerbungen und der Umgang mit Bewerbungsgesprächen trainierten die Schüler ebenfalls. Das Thema Finanzen stand mit auf dem Programm. Wer sich vom Elternhaus ablösen möchte, muss die Kosten für Ausbildung und Wohnung im Auge behalten. Schulden wären ein gefährlicher Ballast für einen guten Start ins Leben. Im zweiten Teil der Projektwoche ging es um das Thema Leben und dessen Ausgestaltung. Der Umgang mit dem anderen Geschlecht und Gefahren, die sich aus dem Konsum von Drogen ergeben, thematisierten Experten. Lebensfreude und Lebensstärke vermittelten kreative Workshops wie Fitnesstraining, Theaterspielen und Bildhauerkunst.
Um die Organisation der intensiven Projekttage zu bewältigen, zogen Sozialpädagogen und Lehrer an einem Strang. Finanziell ermöglichten für die Berufsorientierung die Region des Lernens, Landkreis Osnabrück „Vertiefte Berufsorientierung“ Maßarbeit und für den Bereich Lebensplanung das Referat 5 (Gleichstellung und Kultur) der Landkreisverwaltung unter der Verwaltung von Dr. Susanne von Garrel die Angebote.
Wenn ein Buch fasziniert
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein, Projekte by Simone Knocke on 7. Mai 2011 | No Comments
IGS-Schüler dekorieren Schaufenster
Schüler lesen in der Schule Lektüre. Das ist üblich. Was die Schüler der Klasse 8.1 der IGS aus ihrer Lektüre entwickelten, ist neu.
„Der Teppich des Dichters“ heißt das Buch, das die Schüler der 8.1 lasen. Hildegard Jubt, die Deutschlehrerin, wählte den Lesestoff sorgfältig aus und landete einen Volltreffer. Das Buch begeisterte ihre Schüler. Dabei ist die Geschichte ungewöhnlich und verwickelt. Es geht um den Prinzen Walid, der selbstverliebt Dichterkönig werden möchte. Als ein einfacher Mann den Prinzen im Dichten besiegt, bestraft ihn der Prinz. Die Folgen der Strafe treffen jedoch den Prinzen selbst und am Ende wird er ein anderer Mensch. Die Geschichte erscheint wie ein arabisches Märchen und verbindet doch viele philosophische Ansätze und Lebensweisheiten mit dramatischer Spannung.
Grund genug, etwas besonderes daraus zu machen, befanden die jungen Leser. Mit viel Kreativität visualisierten sie die Geschichte und dekorierten mit ihren Werken das Schaufenster des Schreibwarenhandels Weitzel. Legosteine, Playmobilfiguren, Salzteig, gewebte Stücke und beschriebene Fähnchen kamen zum Einsatz. Sogar ein richtiger Teppich mit aufgenähten Motiven und eine Kasside, ein arabisches Gedicht erarbeitet von Carolin und Vanessa, ziert die Ausstellung. Rechtzeitig zur Maikirmes präsentiert sich nun ein literarisches Schaufenster im Hause Weitzel rund um den „Teppich des Dichters”.
Ronja-Anna Altmeppen (Klasse 8.1) schrieb zu der Ausstellung „Der Teppich des Dichters“:
Zurzeit kann man im Schaufenster des Schreibwarenhandels Weitzel eine Ausstellung zu dem Buch „Der Teppich des Dichters“ anschauen. Im dem Buch geht es um den jungen arabischen Prinzen Walid, der davon träumt, der berühmteste Dichter seines Landes zu werden. Bei einem Dichterwettschreit wird er jedoch von einem einfachen Teppichweber besiegt. Walid verlangt nun von diesem, als königlicher Geschichtsschreiber das riesige Palastarchiv zu ordnen und außerdem einen Teppich zu weben, der die ganze Geschichte der Menschheit wiederspiegelt. Als er diese unmögliche Aufgabe vollbracht hat, stirbt er total entkräftet. Als nun der magische, aber unheilvolle Teppich gestohlen wird, macht Walid sich auf eine lange Reise durch die Wüste, um ihn wiederzufinden. Doch am Ende findet er nicht nur den Teppich …
Dieser fesselnde Roman handelt von falschen Entscheidungen, Magie und der schweren Reise zu sich selbst. Erarbeitet wurde diese Ausstellung von der Klasse 8.1 der Integrierten Gesamtschule Fürstenau unter Anleitung ihrer Deutschlehrerin Frau Jubt. Bevor die Schüler jedoch kreativ werden konnten, mussten sie erst einmal das Buch lesen, welches sie so sehr faszinierte, dass sie sich entschlossen, eine Ausstellung zu erarbeiten. Vier Wochen lang trugen die Schüler Gedichte, Lieder, Figuren und Symbole der Geschichte zusammen. Nun kann man z. B. einen Palast aus Lego, den großen Teppich, einen Dschinn und vieles mehr bewundern.
Wir wünschen beim Betrachten der Ausstellung viel Spaß!
Aids kein Thema mehr?
Posted in: 10. Jahrgang, 8. Jahrgang, 9. Jahrgang, Allgemein, Projekte by Simone Knocke on 5. Mai 2011 | No Comments
Wichtiges Aufklärungsprojekt an der IGS
„Die jungen Leute sorgen sich heutzutage eher um die Gefahr, die von Krebs ausgeht, als um die Ansteckung mit Aids“, berichtete Hilmar Schleich von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Und doch stecken sich jedes Jahr 3000 Personen in der Bundesrepublik mit der tückischen Immunschwäche an. Eine bestürzende Zahl – deshalb ist Aufklärung notwendig.
Das fand auch der Schulleiter der Gesamtschule Gerald Wieziolkowski. Obwohl der Terminkalender im Schulalltag kurz vor den Osterferien prall gefüllt war, befürwortete er das Projekt. Ein Mitmach-Parcours zu Aids, Liebe und Sexualität war der Mittelpunkt des Vorhabens. Der Vorteil lag auf der Hand: Ein Vortrag wäre langweilig, aber wer mitmacht, der ist mitten im Geschehen. Die Schüler konnten verschiedene Stationen anlaufen. Hier fanden Gespräche und Diskussionen mit den Experten statt. Aufgabenstellungen und ein Wettbewerb unter verschiedenen Schülergruppen erhöhten die Aufmerksamkeit und intensivierten die wichtige Präventionsarbeit.
Um das Projekt vor Ort optimal zu organisieren und das Thema den Jugendlichen intensiv ins Bewusstsein zu rufen, schloss sich ein Netzwerk von Institutionen zusammen. Neben der BZgA waren der Gesundheitsdienst des Landkreises Osnabrück, die AIDS-Hilfe Osnabrück e. V., der Fachbereich Bildung, Sport, Soziales und Jugendpflege der Samtgemeinde Fürstenau, der Sozialdienst katholischer Frauen Bersenbrück e. V. und pro familia mit von der Partie.
Dirty Dancing und das Sonnensystem
Posted in: 6. Jahrgang, 7. Jahrgang, 8. Jahrgang, 9. Jahrgang, Allgemein, Arbeitsgemeinschaften, Projekte by Simone Knocke on 11. April 2011 | No Comments
IGS-Schüler hielten Vorträge
Was hatten Dirty Dancing, das Sonnensystem, die Hausratte, Selena Gomez, ein Mathewettbewerb und der Salto gemeinsam? Der Zusammenhang lag nicht unmittelbar auf der Hand. Erst am Ende einer Vortragsreihe „Wir wollen’s wissen“ erklärte sich das Gefüge. Schülern der Sekundarstufe I der IGS waren diese Themen ein Referat wert. Ihr Werkzeug: Ein Interactive Whiteboard, also eine elektronische Tafel.
Gut vorbereitet boten sie Eltern, Geschwistern und Lehrern einen detaillierten und multimedialen Einblick in ihr Thema. Viele Stunden hatten sie investiert, um sich zu informieren. Und das Besondere daran: Sie arbeiteten während des normalen Unterrichts außerhalb ihres Klassenverbandes. Elke Grüter-Höge betreut die jahrgangsübergreifende Gruppe. Der Nachteil: Die Schüler müssen den versäumten Unterricht eigenständig nachholen. Der Vorteil: Sie sind fit genug dazu und erhalten einen Raum, um ihre Fähigkeiten zu entfalten. Langeweile ist tabu.
Laura, Julia und Kirsten nahmen den Film „Dirty Dancing“ aus den 80er Jahren unter die Lupe. Die Zuhörer verfielen in Nostalgie und die Schülerinnen überraschten mit einem sozialkritischen Hintergrund. Sebastian und Marcel sorgten für Staunen über unseren Heimatplaneten und das dazugehörige Planetensystem. Nils stellte die Hausratte vor und hatte dabei nicht gleich alle Sympathien insbesondere des weiblichen Teils der Zuhörer auf seiner Seite. Gesa und Denise porträtierten den Teenie-Star Selena Gomez. Auch sie fanden kritische Worte über eine derartige Karriere in jungen Jahren. Dennis und Marcel hatten für die Grundschüler in der Samtgemeinde einen Mathewettbewerb organisiert. Sie berichteten von dem Verlauf und ihren Erfahrungen. Demnächst wollen sie auf gleicher Bühne die Fremdsprachen Französisch und Latein vorstellen. Und Lukas Genschel überraschte mit seinem Vortrag über den Salto. Die Vielfalt der gewagten Sprünge war dem Publikum bisher unbekannt.
Hildegard Jubt bedankte sich als Vertreterin der Schulleitung für die unterhaltsame Zeit und für das Engagement der Schüler und der Lehrerin Elke Grüter-Höge. Mit dem notwendigen Temperament verstand sie es, die anspruchsvollen Schüler durch die Vorbereitungsphase zu begleiten und deren Vorträge charmant zu moderieren.
Schüleraustausch mit Polen 2011/12
Posted in: 8. Jahrgang, 9. Jahrgang, Allgemein, Schüleraustausch by Holger Isfort on 24. März 2011 | No Comments
Durch persönliche Kontakte ist es uns gelungen, eine Partnerschule im historischen und kulturellen Zentrum Polens, der alten Königsstadt Krakau, zu gewinnen. Somit freuen wir uns, im nächsten Schuljahr erstmalig einen Schüleraustausch in diese aufregende Weltstadt mit ihrem wunderschönen Umland anbieten zu können.
Unsere Partnerschule ist ein Gymnasium nahe der Altstadt mit deutschen Profilklassen, so dass die polnischen Austauschschüler (überwiegend aus dem 8. und 9. Jahrgang) Deutsch und Englisch sprechen!
Die polnischen Gäste werden in der Zeit vom 2. bis 12. September 2011 nach Fürstenau kommen und natürlich in den Familien unserer Schülerinnen und Schüler untergebracht.
In dieser Woche werden wir neben zahlreichen Ausflügen Projekte in verschiedenen Bereichen (z. B. Musik, Theater, Kunst, Tanz, Technik) anbieten. Deutsche und polnische Schüler werden daher nicht nur zusammen im Unterricht sitzen, sondern gemeinsam Ideen und Vorstellungen unter dem Leitthema „Unser Europa“ erarbeiten. Die Ergebnisse der Projekte werden anschließend der Schulgemeinschaft im Forum der IGS präsentiert.
Der Gegenbesuch in Krakau wird voraussichtlich im Mai 2012 stattfinden. Highlights werden dabei ebenso die historischen und modernen Facetten der pulsierenden Universitätsstadt Krakau, wie auch die faszinierend raue Schönheit des Tatra-Hochgebirges (wo es noch wildlebende Wölfe und Bären gibt…) oder etwa die 96 Meter unter der Erde in den Salzstock gehauene Kirche in Wieliczka sein.
Der Schüleraustausch mit der Stadt Krakau wird voraussichtlich alle zwei Jahre – im Wechsel mit dem Garwolin-Austausch – stattfinden. Der schon gute Tradition gewordene Austausch mit einem Lyzeum der nordpolnischen Stadt Garwolin betrifft die Jahrgänge 10 bis 13, so dass nun ergänzend die Jahrgänge 8 und 9 die Möglichkeit erhalten, den Süden unseres Nachbarlandes kennenzulernen.
Europa wächst zusammen – ganz aktiv!

Deutschunterricht, in dem Rechtschreibung und Grammatik nebensächlich sind? Undenkbar?
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein by Hildegard Jubt on 17. November 2010 | No Comments
Die Autorin Doris Meissner-Johannknecht fordert zu Beginn der Schreibwerkstatt die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8/1 auf, sich nicht mit Regeln aus dem Deutschunterricht aufzuhalten, Schule in den nächsten zwei Tagen einmal zu vergessen. Sie will mit ihrem Schreibworkshop Einblick geben in die Tätigkeit des Schreibens, will inspirieren und beim Verfassen eigener Texte unterstützen.
Doris Meissner-Johannknecht ist sehr direkt in ihrer Ansprache, hat Spaß daran, mit den Schülern zu diskutieren, zu provozieren. Zu spüren ist, dass sie es mit dem Schreiben sehr ernst nimmt. Dazu bietet sie verschiedene Schreibanlässe, ohne die Schüler in ihrer Kreativität einzuschränken.
Es wird am 10./11. Nov. geschrieben und geschrieben. Still ist es, während die Jugendlichen schreiben. Es geht ein starker Impuls von der professionellen Schriftstellerin aus.
Nach der Schreibphase werden die produzierten Texte vor der Gruppe vorgetragen und kommentiert. Mit Applaus, aber auch mit Korrekturvorschlägen wird nicht gespart.
Ein Projekt, das optimal zur Aufgabe unserer Schule passt, die sich der Förderung der Lese-und Schreibkompetenz junger Menschen verpflichtet fühlt.
Ich danke der VGH-Stiftung für die finanzielle Unterstützung und dem Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. in Niedersachsen für die organisatorische Vorbereitung des Projektes „Autoren in der Schule“.
Ganz besonders danke ich Doris Meissner-Johannknecht sowie den aufgeschlossenen und engagierten Schülern und Schülerinnen der Klasse 8/1, die dieses für sie ungewöhnliche literarisch-kreative Abenteuer mit mir durchlebt haben.
Email von Vertretern der EU
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein by Simone Knocke on 3. November 2010 | No Comments
IGS-Schüler erhielten Antwort auf Protestbrief
Im Frühsommer protestierten die Gemeinschaft der Klasse 8/3 unter der Anleitung von Manfred Schmidt gegen die unerträgliche Tatsache, dass Länder der Europäischen Union Folterinstrumente an Drittländer exportieren.
Offensichtlich nutzen diese Länder dabei eine Gesetzeslücke bzw. die fehlende Kontrolle von Seiten der EU. Durch einen Bericht von amnesty international, der in der Presse für Aufsehen sorgte, wurden die Achtklässler der Gesamtschule auf diese Situation aufmerksam.
Im Klassenverband formulierten sie einen Brief, den sie via Email an verschiedene deutsche Vertreter in Brüssel schickten. Ihrem Protest gaben sie damit einen Rahmen.
Inzwischen wurde aus der 8/3 die 9/3 und es gingen einige Antworten ein. Dabei bewiesen die deutschen Europaparlamentarier über alle Parteigrenzen hinweg seltenen Konsens. Der Bericht von amnesty international hatte die Abgeordneten der EU gleichermaßen betroffen gemacht. Das Ergebnis ihrer Betroffenheit ist die Resolution vom 17.06.2010. Sie beinhaltet die, wie Gesine Meißner (FDP) in ihrer Email an die Klasse formulierte, Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1236/2005, die das Exportverbot von Folterinstrumenten regelt. Kurz gesagt: Die EU will das Exportverbot künftig durchsetzen.
Hans-Gert Pöttering, der ehemalige Präsident des Europaparlaments und bekannte CDU-Politiker aus der Region, lobte und bedankte sich ebenso wie Rebecca Harms von den Grünen, für das politische Engagement der Schüler. Die Reaktion der Schüler auf die im Kern ähnlichen Antworten war eher verhalten. Sie vermuten vorgegebene Formulierungen und dahinter gleich leere Versprechungen.
Für ein bisschen Hoffnung sorgten Saskia, Laura und Greta im Gespräch mit ihren Mitschülern. Sie bemerkten, dass eine Umsetzung des Exportverbots sicher nicht so leicht und schnell umzusetzen sei. Bleibt also abzuwarten, ob die EU ernst macht. Auf die Frage, ob die Klasse sich denn wieder für eine solche Sache einsetzen würde, antwortete Marius mit einem souveränen „Aber immer!“.
Was soll werden, wenn die Schulzeit zu Ende geht?
Berufsorientierung für IGS-Schüler
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein, Berufsorientierung by Simone Knocke on 18. Juni 2010 | No Comments
Wieder neigt sich ein Schuljahr dem Ende zu. Für die Schüler des jetzt noch achten Jahrgangs bedeutet es, dass bereits zum nächsten Sommer wichtige Entscheidungen auf sich warten. Für einige Schüler könnte das Ende der Schulzeit und der Weg in die Berufswelt anstehen. Also sollten sich die rund 14jährigen Gedanken über ihre Zukunft machen – auch, wenn sie die Schule noch nicht nach dem neunten Schuljahr verlassen.
Damit die Berufswahl nicht zum heiteren Beruf-Raten ausartet, bot die Gesamtschule wieder eine Woche der Berufsorientierung und Lebensplanung an. Und so vielfältig wie das Leben selbst gestaltete sich das Angebot dieser Woche für die Schüler. Fachleute stellten die verschiedensten Berufsfelder im öffentlichen Dienst, im IT –Bereich, in sozialen Bereichen, in Handwerk, Handel und Industrie vor. Bewerbungstraining und das Üben von Vorstellungsgesprächen für einen guten Einstieg in die Welt der Arbeit standen ebenfalls an.

Fingerspitzengefühl war gefragt: Schüler versuchten sich bei der Firma Stall in Settrup als Steinmetze.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen rund um das zukünftige Leben. Schüler diskutierten über Familie, Sexualität und Körper. Wie können die unterschiedlichsten Kulturen fair miteinander umgehen? Wie benehme ich mich richtig? Und was kommt finanziell auf mich zu, wenn ich auf eigenen Füßen stehen möchte? Damit ist noch längst nicht jeder Programmpunkt genannt. Kurzum: Eine gute und wichtige Woche mit vielen Anregungen und Eindrücken erlebten die Schüler.
Dieses wichtige Projekt verdankt seine Umsetzung vielen verschiedenen Personen und Institutionen. Marianne Wahrheit-Schmidt als Jahrgangsleiterin, Manfred Swawola und das sozialpädagogische Team organisierten das Projekt von Seiten der IGS. Erfreulicherweise öffneten sich viele Fürstenauer Betriebe und Geschäftsleute für die jungen Menschen. Dank gilt auch der MaßArbeit und der Region des Lernens, die die Sache finanzierten.
Foltergräte als Exportschlager?
IGS-Schüler fordern Maßnahmen
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein by Simone Knocke on 9. Juni 2010 | No Comments
Wer von Folter hört, denkt eigentlich an das Mittelalter, an dunkle Burgverliese und Hexenprozesse. Längst ist diese grausame Zeit überstanden, sollte man meinen. Falsch gedacht, denn in erschreckend vielen Staaten rund um den Globus ist Folter gängige Praxis, um Menschen geständig zu machen oder schlicht zu quälen. Fatal ist, dass die Wirkungsweise der Folterinstrumente nicht im Mittelalter stehen geblieben ist, sondern vom dem Stand der neusten Technik profitierten. Und der eigentliche Skandal ist, dass die immer perfider entwickelten Foltergeräte ausgerechnet in europäischen Ländern produziert und exportiert werden. Es gibt zwar ein Exportverbot, aber das wird umgangen, wie Amnesty International in einem jüngst veröffentlichen Bericht feststellte.
Der entsprechende Zeitungsartikel in der NOZ von Detlef Drewes am 19.03.2010 beschäftigte sich damit und brachte die Schüler der Klasse 8/3 der IGS unter der Führung von Klassenlehrer Manfred Schmidt auf den Plan. Diese offensichtliche Missachtung der Menschrechten empfanden die Schüler empörend. Sie fordern eine Überarbeitung des Gesetztes, um die Lücken zu schließen. In einem von ihnen formulierten Brief wenden sie sich an europäische Parlamentarier aus der Region. Ob es den politischen engagierten Schülern gelingt, etwas zu ändern, bleibt abzuwarten. Jedenfalls gaben sie sich große Mühe und feilten an den Formulierungen, um ihrem Brief den richtigen Ton zu geben. Ihre Intension sollte natürlich klar sein, aber sie wollten auch höflich und sachlich bleiben.
Bis sich die nahezu 30 Schüler im Ausdruck einig waren, vergingen einige Diskussionsrunden. Jetzt hofft die Klasse auf eine Reaktion von Seiten der Politik in der Hoffnung, Menschen vor schrecklicher Folter zu bewahren.











