Informationstag 2012
Posted in: Allgemein, Info, Veranstaltungen by Sabine Schmieter on 26. Januar 2012 | No Comments
Parkplatzprobleme in Fürstenau gibt es nicht? Oh doch! Am Samstag hatten viele Besucher ihre liebe Not, noch einen vor der IGS zu finden!
Das Interesse am Informationstag war riesengroß.
Zu Beginn begrüßte der Schulleiter, Herr Wieziolkowski, zahlreiche Eltern mit ihren Kindern im Forum und stellte das Konzept der Schule vor. Ein buntes Bild vom Schulleben zeigte dann ein von Schülern produzierter Film.
Anschließend nutzten zahlreiche Schüler und SchülerInnen des zukünftigen 5. Jahrgangs und ihre Eltern die von LehrerInnen geleiteten Führungen, um sich „vor Ort“ einen Eindruck vom Schulleben an der IGS zu machen. Und damit kleine Geschwisterkinder sich nicht langweilten, boten Schülerinnen unserer Oberstufe eine Betreuung an. Sie verzauberten die Kleinen mit Schminke und spielten mit ihnen.
Auf dem Rundgang durch die Schule bot sich den Besuchern ein buntes Bild an Unterrichtsaktivitäten und Präsentationen aus den Fächern. Auch der Freizeitbereich und die Sozialpädagogen – Schwerpunkte unserer Ganztagsschule – zeigten ihr breit gefächertes Angebot.
Zusätzlich informierte die Schulleitung vertiefend über Klassenbildung, Schullaufbahnmöglichkeiten, Schwerpunktbildung, über die IGS als Ganztagsschule, Abitur nach 12 oder 13 Jahren und die Gymnasiale Oberstufe.
Eine Mutter bemerkte anerkennend: „Was sofort auffällt, wenn man das Gebäude betritt: Diese Schule ist bunt!“ Nicht nur die farbig gestalteten Wände fallen auf – sondern auch das Leben darin. Zirkusworkshops, musikalische Einlagen der Bigband, der Chor- und Musical-AG, der Bläserklasse, verschiedene Kunstworkshops, Tanzvorführungen, Maskenspiele, handwerkliche Gestaltungsmöglichkeiten in der Holzwerkstatt oder beim Filzen zeigen die Vielfältigkeit, auf die die Gesamtschule großen Wert legt.
Erholen und stärken konnte man sich im Café – gestaltet vom 5. Jahrgang und gesponsert durch Kuchenspenden der Eltern – oder im Schülercafé bei der GIJA (Gemeinnützige Initiative jugendlicher Arbeitsloser) mit vielen Leckereien, die es sonst jeden Tag in der Frühstückspause gibt. Selbst gebackene Frühlingsrollen und Glückskekse konnten in der Schulküche probiert werden, süße Waffeln verkauften Oberstufenschülerinnen.
Zur Mittagszeit zeigte die lange Schlange vor der Mensa wie jedes Jahr, dass das Essen dort wieder großen Zuspruch fand.
Allen, die in irgendeiner Form – vor oder hinter den „Kulissen“ – mitgeholfen haben, diesen Tag wieder so informativ, vielfältig und lebendig zu gestalten, ein herzliches Dankeschön!
Vielen Dank auch an den 5. Jahrgang, der einen Teil der Einnahmen des Cafés wieder für einen guten Zweck spenden will.
Traditionsgemäß gab es natürlich auch eine Rallye. Der zu findende Satz lautet: „Lernen ohne Stress = IGS“
Und hier sind die Gewinner unserer diesjährigen Rallye:
- Chelsea Binia (9) aus Fürstenau
- Anastasia Greskamp (9) aus Hollenstede
- Jonas Pape (10) aus Neuenkirchen
- Lea Struckmann (10) aus Bippen/Vechtel
- Emily Wesselkämper (10) aus Ankum
Herzlichen Glückwunsch!
Ihr erhaltet in den nächsten Tagen eine Einladung in unsere Bibliothek zur Überreichung eines Buchgeschenks.
Besser als mit vielen Worten geben die Fotos die Stimmung des Informationstages wieder, die Wolfgang Wendland gemacht hat.
Viel Spaß beim Durchklicken! (Die Fotos folgen noch.)
Mit Fingerspitzengefühl und Courage
Posted in: 10. Jahrgang, Allgemein, Berufsorientierung by Simone Knocke on 25. Januar 2012 | No Comments

„Wie im richtigen Leben“: Diesen Ausspruch benutzte Josef Kämpker, Betriebsratvorsitzender der Firma Meurer, einige Male während seines Besuches in der Klasse 10.3 der IGS. Und wie ist es im richtigen Leben? Immer, wenn viele Menschen zusammenkommen wie zum Beispiel in einer großen Firma oder einer Schule, gibt es unterschiedliche Meinungen und Interessen. Es kann zu Konflikten kommen. Josef Kämpker vertritt die Interessen der Arbeitnehmer gegenüber der Betriebsleitung des Unternehmens Meurer, ein Betrieb, der Verpackungsmaschinen herstellt und weltweit vertreibt. Im Falle einer Auseinandersetzung vermittelt er zwischen den Kontrahenten. Schon während seiner Lehrzeit engagierte sich der Mann aus Langen im Emsland. Er setzte Arbeitsschutzbestimmungen für jugendliche Arbeitnehmer in seinem Lehrbetrieb durch. Damit war der Grundstein für seine Arbeit als Betriebsrat gelegt. Seit 20 Jahren hat er den Vorsitz für den Betriebsrat der Firma Meurer inne. Ein Team von rund 10 Kollegen unterstützt ihn. Und wie sieht sein Alltag aus? Zunächst einmal geht er wie jeder andere Arbeitnehmer seiner Arbeit nach. Dann gibt es die formalen Aufgaben wie die Organisation der alljährlichen Betriebsversammlung. Eine wichtige Aufgabe ist die Vermittlung in Konfliktfällen. Josef Kämpker begleitet Kollegen, die in schwierige Situationen geraten sind. Wie wird der Betriebsurlaub terminiert? Wie werden die Arbeitszeiten festgelegt? Diese und ähnliche Fragen verhandelt er mit der Chefetage. Er nimmt das Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer wahr. „Dabei geht es nicht darum, ein dicke Lippe zu riskieren.“, formuliert Josef Kämpker drastisch. Schließlich liegt es auch nicht im Interesse der Arbeitnehmer, den Betrieb zu ruinieren. Das Gleichgewicht muss stimmen. Anfänglich kommen die Fragen der Schüler eher zögernd. Doch dann überwinden sie ihre Zurückhaltung gegenüber dem ungewöhnlichen Mann aus einer noch unbekannten Welt, der Arbeitswelt. „Und warum nehmen Sie all das auf sich?“, lautet die wohl wichtigste Frage. „Karriere fördernd ist es nicht unbedingt und schlaflose Nächte gab es auch schon“, bemerkt Josef Kämpker. Er möchte für ein gutes Klima sorgen und die Arbeiterschaft damit motivieren. Und er möchte am Morgen mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen können. Er meint: „Die Arbeit im Betriebsrat lohnt sich.“
Einladung zu einem Informationsabend
Posted in: Allgemein by Sigrid Leinert-Pankratz on 2. Januar 2012 | No Comments
Am Dienstag, den 10. Januar 2012, findet in der Mensa der IGS um 19.00 Uhr ein Informationsabend zur gymnasialen Oberstufe (Einführungsphase und Qualifikationsphase) für Eltern und für Schülerinnen und Schüler des kommenden 11. Jahrgangs statt.
Viele gute Vorleser!
Posted in: 6. Jahrgang, Allgemein, Bibliothek by Simone Knocke on 16. Dezember 2011 | No Comments
Die Klassensieger des sechsten Jahrganges der Integrierten Gesamtschule Fürstenau traten mutig an, um in der Bibliothek der IGS und Samtgemeinde den diesjährigen Schulsieger des Vorlesewettbewerbs im sechsten Jahrgang zu ermitteln. Lena Harbecke aus der 6.5 überzeugte die Jury bestehend aus Lehrern, der Bibliothekarin und der Vorjahressiegerin Sandra Laurisch. Lena erhielt eine Urkunde und einen Gutschein. Im Frühjahr wird sie nun die Schule auf Kreisebene vertreten.
Die übrigen Vorleser Philipp Brinkworth, Tim Burrichter, Chiara Finke, Lina Hollenberg, Beatrix Peters und Lea-Michelle Reuter erhielten eine Urkunde als Anerkennung.
Abschlussreise der IGS Fürstenau nach Berlin hinterließ tiefe Eindrücke bei Schülern und Lehrern
Posted in: 10. Jahrgang, Allgemein, Klassenfahrten by Klemens Wolf on 24. November 2011 | No Comments
Die Klassen 10.3 und 10.4 der Integrierten Gesamtschule Fürstenau erlebten mit ihren Klassenlehrern Birthe Schwarz, Manfred Schmidt, Marianne Wahrheit-Schmidt und Klemens Wolf auf ihrer Schulfahrt nach Berlin erlebnisreiche Tage.
Sofort nach der Ankunft im Hostel wurden die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen im Rahmen eines „Berlin-Spiels“ mit Fotoapparaten losgeschickt, um an bestimmten Plätzen in Berlin Gruppenfotos zu machen. So konnten sie sich sehr schnell mit der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel vertraut machen.
Die Klassen waren auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Dorothea Steiner (Die Grünen) und Christiane Ratjen-Dammerau (FDP) zu Gast im Deutschen Bundestag mit Informationen über die Arbeit des Parlaments im Plenarsaal und einem Gespräch mit den persönlichen ReferentInnen der beiden Abgeordneten. Eine Einladung zum Mittagessen im Paul-Löbe-Haus und ein Besuch der Dachterrasse schlossen sich an.
Weitere Programmpunkte waren das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eine Führung an der neuen Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße, das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“, eine Schifffahrt durch das Zentrum Berlins, das Brandenburger Tor mit seinen zahlreichen Attraktionen, eine Führung durch Kreuzberg und kurze Vorträge der Schüler zu bestimmten Sehenswürdigkeiten.
Auch an den Abenden gab es ein abwechslungsreiches Programm wie das Improvisationstheater „Pater noster“, die spezielle Schülerdiskothek „D-light“, der Potsdamer Platz sowie die Lightshow Unter den Linden.
Besonders hautnah erlebten Schüler und Lehrer der IGS die DDR-Vergangenheit beim Besuch der Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen. Hier soll deshalb ein Schwerpunkt dieses Zeitungsartikels liegen. Die beiden Schülerinnen Annika Peschke und Leah Schmidt schildern ihre Eindrücke nach dem Besuch des ehemaligen Gefängnisses der Staatssicherheit:
„Das Gefängnis stand lange unbemerkt in Berlin. Es war in keinem Stadtplan verzeichnet. Die Führung in drei Gruppen begann im alten Gebäudetrakt des Gefängnisses. Gleich zu Anfang wurde uns klar, dass dort schreckliche Lebensbedingungen herrschten. Die Zellen waren klein und stickig. Es gab nicht in allen Räumen Fenster und für die Gefangenen zu wenig zu essen. Die Gefangenen durften nur einmal in der Woche duschen. Als Bett dienten einfache harte Holzpritschen und als Toilette musste ein einfacher Eimer herhalten, der einmal am Tag geleert wurde. Oft mussten sich mehrere Gefangene einen Eimer teilen. Dieser alte Teil des Gefängnisses wurde ‚U-Boot’ genannt, da man dort keinerlei Kontakt zur Außenwelt und somit z. B. kein Zeitgefühl hatte. Der neuere Gebäudeteil machte zwar einen etwas besseren äußeren Eindruck aber auch hier stand Folter auf der Tagesordnung. Ging es der Staatssicherheit doch darum, Informationen über angeblich staatsfeindliche Umtriebe zu erhalten. Fast alle Gefangenen waren zu Einzelhaft verurteilt, und das in zahlreichen Fällen mehrere Jahre lang. Niemand dufte mit ihnen reden. Bei den Verhören wurde keine körperliche Gewalt, sondern psychologische Folter angewendet. Die Stasi-Mitarbeiter wurden dazu speziell geschult. Etliche Opfer wurden so ‚reif’ für die Psychiatrie. Wir Schülerinnen und Schüler waren tief getroffen. Als unser Führer Karl-Heinz Richter erzählte, dass er selbst dort inhaftiert war, flossen auch Tränen. Abschließend ermunterte er uns, stolz darauf zu sein, in einer Demokratie aufzuwachsen. Eine Demokratie sei nicht selbstverständlich und man müsse sich für diese einsetzen.“
Hier noch weitere Eindrücke über den Besuch im Stasigefängnis Hohenschönhausen von den beiden Schülerinnen Naira und Saira Dudueva: „Das Stasigefängnis hat mir sehr gefallen. Am Anfang wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt und jeder bekam einen Gruppenführer. Wir hatten das Glück, dass wir einen Führer hatten, der schon selbst in dem Gefängnis inhaftiert war. Er hat uns herumgeführt und erklärt, was in den jeweiligen Räumen passiert ist. Am Ende hat er uns erzählt, was er alles miterleben musste. Das war sehr emotional. Die Führung hat unserer Gruppe sehr gefallen, da wir einen interessanten und guten Führer hatten.“
„Mich persönlich hat diese Führung sehr interessiert, unser Führer Karl–Heinz Richter hat uns dabei alles gut erzählt und erklärt, da er dieses als Häftling selbst erlebt hatte. Es war für mich sehr berührend und traurig. Ich möchte jedem empfehlen, diese Führung zu machen.“
Schulbücher als Spiegel der Schulgeschichte
Eine Ausstellung zeigt ihre Entwicklung
Posted in: Allgemein, Bibliothek by Simone Knocke on 22. November 2011 | No Comments
Schulleiter Gerald Wieziolkowski eröffnete die Schulbuchausstellung anlässlich des 40jährigen Bestehens der IGS. In der Bibliothek gibt es bis Weihnachten Schulbücher aus fast einem Jahrhundert zu sehen. Die ältesten Bücher stammen noch aus Kaisers Zeiten. Die jüngsten sind bereits keine wirklichen Bücher mehr – virtuelle Medien nennt man sie. Für die Schüler von heute sind diese neuen Medien längst Alltag. Anita Dirkmann, Erika Hahn, das Ehepaar Koralewski und Uli Neumann stellten freundlicherweise Exemplare aus privaten Sammlungen zur Verfügung. Andere Exemplare stammen aus Bibliotheksbeständen.

Schulleiter Gerald Wieziolkowski las seinem Lateinkurs aus einer alten Ausgabe der Odyssee vor. Alte und neue Schulbücher faszinierten die Schüler.
Nein, das will ich nicht!
Posted in: 6. Jahrgang, Allgemein by Simone Knocke on 10. Oktober 2011 | No Comments
Manchmal ist es schwer, nein zu sagen. Dan und Kaira, Schauspieler der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück zeigten Szenen von alltäglichen Begebenheiten. Dabei vermittelten sie ihren jungen Zuschauern aus dem sechsten Jahrgang der IGS Fürstenau Körperbewusstsein. Wann ist eine Berührung angenehm und wann nicht? Darf ich mich wehren und wie mache ich das am besten? Die Schauspieler bezogen ihr Publikum in ihr Spiel „Mein Körper gehört mir“ mit ein. Schnell wurde den Schülern klar, dass es nicht immer einfach ist, „nein“ zu sagen, aber manchmal absolut notwendig. Der Verein „Menschen gegen Kindesmissbrauch“ förderte das pädagogische Schauspiel. Es ergänzte die Projektwoche „Sexualkunde“ im sechsten Jahrgang.
Hilfe, mein Papa ist Pirat!
Posted in: 6. Jahrgang, Allgemein, Bibliothek by Simone Knocke on 9. Oktober 2011 | No Comments
Schriftsteller Wolfram Hänel besuchte IGS-Bibliothek
Was ist zu tun, wenn Papa langweilig ist? Bruno erfindet kurzerhand einen neuen Job für seinen Vater, um die neue Mitschülerin zu beeindrucken. Die wiederum faszinierte Bruno durch ihre grünen Augen mit goldenen Punkten. Ute heißt sie und ist sicher keine Pute, sondern sie hat eine süße Schnute.
Überhaupt mag der Schriftsteller Wolfram Hänel Reime und unterhielt sein Publikum gleich zu Anfang der Lesung mit frechen Gedichten. Aber seine Zuhörer überzeugte er mit Auszügen aus dem Buch „Hilfe, mein Papa ist ein Pirat“. Denn der verliebte Bruno macht aus seinem Vater einen Piraten und sorgt damit für Verwirrung. Doch Ute mit den schönen Augen ist es wert.
Der sechste Jahrgang der IGS hatte viele Fragen an den Mann aus Hannover. „Wie wird man Schriftsteller?“, war eine davon. Erlernen kann man den Beruf nicht. „Eine wichtige Voraussetzung ist: Viel sehen, viel hören, viel erleben!“, meinte Wolfram Hänel. Ihm macht sein Beruf im Übrigen unglaublich viel Spaß. Seine Autorenlesung steht in einer langen Tradition der IGS-Bibliothek. Jedes Jahr geben sich bekannte Kinder- und Jugendbuchautoren wie Gudrun Pausewang oder Jürgen Banscherus die Ehre.
Und wieder ermöglichten die Volksbank Osnabrücker Nordland e. G., der Förderkreis der IGS, die Eltern und die Büchereizentrale Niedersachen das Leseevent mit Langzeitwirkung, wenn es um die Leselust geht.
Schüleraustausch mit der Stadt Krakau in Polen
Posted in: 8. Jahrgang, Allgemein, Schüleraustausch by Holger Isfort on 4. Oktober 2011 | No Comments
Erstmalig trafen sich die deutschen und polnischen Schüler der IGS Fürstenau und des Gimnazjum Nr. 16 der kulturträchtigen Königsstadt Krakau (Südpolen), um gemeinsam den Auftakt zum neu initiierten Schüleraustausch beider Schulen zu gestalten. Viele konnten den Besuch kaum noch erwarten, bestand doch bereits vor dem ersten Treffen reger Email-Kontakt zwischen den Schülern. Im Zeitraum vom 2. bis zum 12. September 2011 schließlich besuchten 29 Schüler in Begleitung von drei Lehrkräften Fürstenau, um nicht nur Land, Leute und regionale Sehenswürdigkeiten, sondern auch unsere Schule mit ihren vielfältigen Möglichkeiten kennen zu lernen und – besonders an den Wochenenden – in das Familienleben der deutschen Gastfamilien einzutauchen. Und eintauchen mussten die Schüler des 8. Jahrgangs sofort, da sie praktisch sofort nach ihrer Ankunft am Freitag auf die Familien verteilt und in ihr erstes „deutsches“ Wochenende entlassen wurden – für viele ein kleiner Kulturschock, der jedoch durch viele Ausflüge der Familien schnell überwunden wurde.


Die folgende Woche begann dann bei Bilderbuchwetter mit der Erkundung von Schule und Stadt sowie einer Draisinenfahrt von Bippen nach Fürstenau. Das weitere Programm der Begegnung wies neben Ausflügen nach Hamburg und Cuxhaven – wo die polnischen Schüler bei der obligatorischen Wattwanderung erstmalig erleben konnten, dass man in Deutschland auf dem Meeresgrund durchaus laufen kann – eine Besonderheit auf:
Abgesehen von zwei „Schnupperstunden“, um auch den deutschen Regelunterricht kennen zu lernen, arbeiteten deutsche und polnische Schüler den Rest der Woche gemeinsam in Projekten. Hierbei wurden in Workshops zu den Themen „Kunst“, „Zirkus“, „Tanz & Choreografie“ und „Musik“ Skulpturen, Tanzdarbietungen, verschiedene Musikstücke im Bereich Rock/Pop sowie ein komplettes Zirkusprogramm erstellt bzw. eingeübt und am Freitag in einer gelungenen Abschlussvorstellung im Forum der IGS der Schulgemeinschaft präsentiert. Die „Amtssprache“ der Workshops wechselte dabei schon mal übergangslos von deutsch über englisch hin zu polnisch, was angesichts der gelungenen Endergebnisse sichtlich gut funktionierte.
Direkt nach der Veranstaltung ging es mit Bus und Fahrgemeinschaften der Eltern zum Kanu-Kletter-Camp nach Lingen. Dort wurde der Tag nach einem Grillabend mit anschließendem Lagerfeuer samt Gitarrenmusik durch die Zeltübernachtung dann noch recht lang für Schüler und Lehrer…
Am Samstag standen bei bestem Wetter wahlweise eine Kanu-Tour auf der Ems, Bogenschießen im Camp oder ein Kletterworkshop auf dem Programm. Teils etwas durchnässt (das Boot muss doch umzukippen sein…) ging es am späten Nachmittag nach dem gemeinsamen Abbau der Zelte und Räumen des Lagerplatzes zurück in die Familien.
Am Montag dann – trotz vereinzelt aufgetretener alterstypischer Zickereien und Missstimmungen – ein beiderseitig bewegend tränenreicher Abschied von den Gästen, der den vollen Erfolg der Austauschfahrt unmissverständlich belegte und die Vorfreude auf die bevorstehende Fahrt nach Krakau im Mai 2012 weiter anfachte. Zum Trost: Bis dahin gibt es ja noch Email und Facebook…
Fantasia feierte
Posted in: Allgemein, Arbeitsgemeinschaften, Feste und Feiern by Simone Knocke on | No Comments
IGS-Jubiläum: Der Schulzirkus wird 25
Wie so oft leistete der Zufall auch für den Schulzirkus „Fantasia“ Geburtshilfe. Der feierte sein 25jähriges Bestehen mit einer grandiosen Show, während die IGS auf 40 Jahre zurückschaute. Vor 25 Jahren ließ sich Wolfgang Pruisken einen Jonglierkurs aufschwatzen, auf den der Kollege Jürgen Wohlberedt keine Lust hatte. In den Pausen nahm Wolfgang Pruisken dann die Bälle zur Hand und jonglierte in den Fluren der Schule. „Kann ich auch mal einen Ball haben?“, kamen zögerliche Fragen von passierenden Schülern. Damit war die Schule mit dem Zirkusvirus infiziert.
1986 kam die erste Theater- und Zirkus-AG zu Stande. Am Ende des Schuljahres präsentierte der Pädagoge mit seinen jungen Artisten die erste Zirkusaufführung und legte den Grundstein für einen fortwährenden Erfolg. Als Wolfgang Pruisken sich von der IGS verabschiedete, trat Ralph Vorbach in dessen Fußstapfen. „Eigentlich wollte ich gar nicht,“ gestand der Lehrer, „schließlich gab es wichtigere Ziele.“ Aber auch Ralph Vorbach verfiel dem Charme des Zirkus und leitet die Zirkusschülerschaft bis heute sehr erfolgreich.
Zur Jubiläumsshow zeigten nicht nur die aktuellen Artisten ihr Können, sondern auch Ehemalige betraten die Manege. Amelie Föcke tanzte noch einmal auf dem Seil. Eugen Bese, Andre Dederer, Chris von Felde, Malte Schendler und Martin Zilke jonglierten ebenso wie Sarah Boyemann und Simone Breznik. Robert Schulze-Althoff spielte als betrunkener Pirat mit dem Feuer. Ansonsten zogen die aktuellen Artisten alle Register. Seiltänzer, Einradakrobaten, Diabolo-Spieler, Trapezturnerinnen, Jongleure und mutige Saltospringer unterhielten das Publikum. Hans-Peter, der Floh, vollführte den doppelten Todessalto – oder vielleicht doch nicht? Ganz genau sah es nur der Clown mit der roten Nase. Siri van der Helm bezauberte am Trapez ihre Zuschauer. Sie war eine der zwei Puppen, die zum Fundus des Zirkus gehörten und zum Leben erwachten. Die beiden entdeckten den Zirkus und nahmen die Zuschauer mit durch das Programm. Einzig der griesgrämige Hausmeister alias Dr. Burkhard Strob „störte“ die Artisten und warf am Ende alle heraus, damit er endlich seine Ruhe hat. Hoffentlich nur bis zum nächsten Mal!












