Jahresbilanz 2009

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Ein turbulentes Jahr
Bibliothek zieht Jahresbilanz

 
Der Trend ist vorgegeben. Lesen ist in! Die Bibliotheken im Lande führen längst kein Mauerblümchen-Dasein mehr. Gerne nehmen Kunden den inzwischen umfassenden Service an. Und wenn die Bibliothek Anna Amalia in Weimar Besucherrekorde verzeichnet, kann die Bibliothek der IGS und Samtgemeinde mithalten. Sie hat natürlich nicht die gleichen Zahlen, aber die Akzeptanz und die Nutzung durch die Bürger der Samtgemeinde steigt von Jahr zu Jahr.
 
Aber letztlich war das Jahr 2008 für die Bibliothek ein Jahr der Veranstaltungen und Ereignisse. Im Frühjahr begeisterte Frank Stieper die Schüler des 5. Jahrgangs mit seinen Science-Fiction-Thrillern und dem Roboter Robo Sapiens.
Die Senioren trafen sich im Rahmen des Senioren-Passes in der Bibliothek. Bei Kaffee und Kuchen ließen sie sich aus Harpe Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ vorlesen.
Die Grusel-Lesungen in der Bastion auf der Schlossinsel und der Sommerleseclub waren in den Sommerferien bei Grundschülern schwer angesagt.
Das Projekt lOSlesen Lese- und Sprachförderung für die Kleinsten wurde gleich nach den Ferien vom Ersten Kreisrat Dr. Kassing auf den Weg gebracht.
Und der Herbst brachte zwei Lesungen. Manfred Ody und Peter Löning gestalteten „Der kleine Prinz“ innerhalb der bundesweiten Aktion Deutschland liest – Treffpunkt Bibliothek.
Die Bestsellerautorin Tanja Kinkel las aus ihrem jüngsten Buch.
Außerdem fand noch der Vorlesewettbewerb im 6. Jahrgang statt und die Klasse 4a der Grundschule für Schüler aller Bekenntnisse übernachtete in der Halloween-Nacht in der Bibliothek.
Am bundesweiten Vorlesetag fanden sich wieder viele Vertreter aus dem öffentlichen Leben ein, um Schülern der IGS vorzulesen.
Und was waren die meist ausgeliehenen Bücher des Jahres? Hier halten die Fürstenauer den Trend der Bestseller-Listen. Charlotte Roches „Feuchtgebiete“, Harpe Kerkelings Pilgerbuch und der neue Roman von Ken Follett „Die Tore der Welt“ waren ständig unterwegs. Bei den Kinderbüchern brach die Reihe „Das magische Baumhaus“ alle Rekorde. Aber die spannende Vampirgeschichte der amerikanischen Autorin Stephenie Meyer „Bis(s) zum Morgengrauen“ war und ist das meist gewünschte Buch der Samtgemeindebürger. Stark im Kommen sind Hörbücher.
Und was bringt das neue Jahr? Zunächst gibt es eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung als Vorbereitung auf die Einführung der computergestützten Verwaltung. Dadurch ergeben sich bessere Serviceleistungen für die Kunden wie z. B. Einsicht in den Katalog der Bibliothek via Internet. Das Projekt „Virtuelle Bibliothek“, das eine Ausleihe von elektronischen Dateien auf der Homepage der Bibliothek beinhaltet, muss noch realisiert werden. Momentan fehlt es noch an Sponsoren. Und dann wäre da noch der Bibliotheksverbund aller Bibliotheken in der Region, der ebenfalls in die Tat umgesetzt werden soll. Das neue Jahr wird ebenso lebhaft wie spannend!