"Gesagt ist nicht gemeint"
11. Jahrgang, Allgemein, Berufsorientierung: Edda Graedener am 10. November 2008
Das lernten einige Schüler des 11. Jahrgangs der IGS Fürstenau.
In der Woche vom 6.-10. Oktober fand für die über 90 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs eine berufskundliche Projektwoche statt. Vier verschiedene Angebote standen den Schülern zur Auswahl.
Das Management-Information Game (kurz: das MIG-Spiel) wurde getragen und veranstaltet vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland e.V. in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Gastgeber war die G. Stöckel GmbH in Vechtel.
Das Ziel dieses Projekts bestand darin, den Schülern komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge näher zu bringen. Teams von je acht Schülern leiteten im Rollenspiel ihr eigenes Unternehmen. Höhepunkt der Woche war ein Großauftrag der Drogeriemarktkette Schlunz: Hier mussten die Schüler als Vertreter ihrer Firma ihr Produkt, eine elektrische Zahnbürste, den Einkäufern der Firma Schlunz präsentieren und das passende Marketingkonzept gleich mitliefern (“Wir machen Zahnärzte arbeitslos!”). Ob automatische PH-Wert-Messung im Mund, integrierte MP3-Player oder Zahnseide-Funktion – die konstruierten Zahnbürsten erwiesen sich als praktische High-Tech-Produkte. Als Einkäufer erschienen neben den Gastgebern, der Familie Stöckel, auch weitere Vertreter der Wirtschaft sowie Schulleiter und Lehrkräfte der IGS Fürstenau.
Die Rückmeldungen der Schüler fielen positiv aus. Viele meinten, das MIG-Spiel sei zwar anstrengend gewesen, da die Tage lang waren und die Schüler viele Informationen bekamen, dennoch sei die Woche spannend und lehrreich gewesen.
Im Rhetorikkurs an der IGSF lernten die Schüler sich richtig zu artikulieren. Auch wurden den Schülern Tipps zur angemessenen Vortragsweise und zum richtigen Verhalten in Bewerbungsgesprächen gegeben. Die Tipps wurden anhand von Übungen erläutert und demonstriert.
Der eintätige Benimmkurs, geleitet von Tanzweltmeister Michael Hull, war stark gefragt. Die Schüler lernten korrektes Verhalten in verschieden Situationen, ob nun im Büro oder beim vornehmen Dinner.
An den anderen 4 Tagen gab es für die Schüler dieses Projekts Betriebsbesichtigungen bei der Papierfabrik Schoeller und dem Unternehmen Kabelmetall in Osnabrück sowie Vorträge der Bundeswehr, der Fachhochschule und der Berufsschule.
Im Praktikum außerhalb der Schule hatten einige Schüler die Möglichkeit, eine Woche in einen Beruf ihrer Wahl Einblick zu erhalten. Gewählt wurden unter anderem Praktika bei der Polizei, im Theater Osnabrück oder im Sprachheilkindergarten Schwagstorf.

